| Statistik anzeigen | vergrößern - normalisieren |
|
Geschäftsbericht des Blinden- und Sehbehindertenvereins Bonn/Rhein-Sieg e.V. für das Jahr 2009 |
Im Jahre 1921 wurde der Blindenverein von 13 blinden Bürgern in Bonn gegründet und 1947 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn eingetragen; er erhielt damit seine Rechtsfähigkeit. Im Jahre 2004 wurde der Zusammenschluss des Blinden- und Sehbehindertenvereins Bonn e. V. mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein für den Rhein-Sieg-Kreis e. V. vollzogen. Auch stießen viele Betroffene aus dem Euskirchener Raum zum Verein, und so haben wir zurzeit ca. 290 Mitglieder und sind damit der drittgrößte Verein im Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein e. V.
Die Hauptaufgabe unseres Vereins ist es, blinden und sehbehinderten Menschen in ihrer besonderen Lebenssituation zu helfen und deren Belange in der Öffentlichkeit zu vertreten und durchzusetzen. Eine entscheidende Funktion bei der Erfüllung dieser Ziele haben der ehrenamtlich tätige Vorstand, sowie die vier Mitarbeiterinnen des Vereins und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.
In Gesprächen und schriftlichen Kontakten mit Vertretern der im Stadtrat mitwirkenden Parteien, der Stadtverwaltung, den Stadtwerken sowie weiteren Institutionen wurden die Interessen und Anliegen der blinden und sehbehinderten Bürger vertreten, wobei diese Aktivitäten auf den Rhein-Sieg-Kreis sowie den Euskirchener Raum ausgedehnt wurden. Dabei lag ein Schwerpunkt auf den Fragen der behindertengerechten Gestaltung der Verkehrsmittel und -räume. In dieser Sache waren einige unserer Vorstandsmitglieder sehr oft im Einsatz, z. B. zu den häufigen Begehungs- und Besichtigungsterminen vor Ort im ganzen Stadtgebiet.
Einen breiten Raum nahmen hierbei die Begehungen der Baustellen von Kreuzungsbereichen ein, sowie die hierzu notwendigen Gespräche mit den Verantwortlichen. Umwandlungen von herkömmlichen Kreuzungen in Kreisverkehre, sind für unseren Personenkreis überhaupt nicht von Vorteil. Darüber hinaus gab es zahlreiche Diskussionen über das nicht behindertengerechte Halten von Bussen an ihren Ein- und Ausstiegspunkten.
In allen behindertenspezifischen Fragen arbeitet unser Verein mit der Behinderten-Gemeinschaft Bonn und anderen Selbsthilfeorganisationen sehr eng zusammen.
In unserer Geschäftsstelle wurden von Blindheit bzw. Sehbehinderung bedrohte Menschen durch unsere beiden Halbtagskräfte, Jutta Ueberberg und Janine Scherer, sowie von Vorstandsmitgliedern beraten. Jutta Ueberberg koordiniert den Einsatz unserer beiden im Betreuungsdienst tätigen Mitarbeiterinnen; Lydia Henk für den rechtsrheinischen und Marita Klasing für den linksrheinischen Raum. Ohne einen Kreis von Ehrenamtlern, den Jutta Ueberberg ebenfalls betreut, wäre der wachsende Bedarf der Hilfesuchenden nicht abzudecken. Janine Scherer hat sich über dies um die Jugendarbeit (Mitglieder bis 35 Jahre) im Verein gekümmert.
Die Mitarbeiterinnen des Vereins und einige Vorstandsmitglieder haben an verschiedenen Beraterseminaren teilgenommen, die von der Landesarbeitsgemeinschaft für Menschen mit Behinderung (LAG), dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und dem Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein (BSVN), angeboten wurden. Außerdem wurden einige Mitglieder zu zertifizierten Beratern im Projekt "Wir sehen weiter" geschult.
Jutta Ueberberg, die bereits seit acht Jahren beim BSV als Halbtagskraft beschäftigt ist, ist für die kompletten administrativen Abläufe in unserem Vereinsbüro zuständig. Rolf Henk besorgt ehrenamtlich schon einige Jahre die Buchführung des Vereins zusammen mit seiner Schwägerin Karola Feld. Die Mitarbeiterinnen und die Vorstandsmitglieder sowie einige Mitglieder des Vereins nehmen Hausbesuche bei Kranken und bei Jubilaren wahr.
Erfreulich ist, dass das Format Daisy, welches von den Blindenhörbüchereien seit 2010 ausschließlich auf Hörmedien angeboten wird, für unsere Mitglieder kein Problem darstellt. Viele haben bereits auf diese praktische Neuerung umgestellt. Es gibt keine Bedienungsprobleme an den Geräten, da man sich auch hierbei untereinander sehr hilft. Die Audiokassetten sind seid Beginn des Jahres 2010 endgültig aus den Hörbüchereien verschwunden.
Durch den demographischen Wandel leben immer mehr ältere Menschen allein und durch die plötzliche Verschlechterung ihrer Sehkraft stehen sie ohne Hilfe da. Deshalb brauchen sie konkrete Angebote zur Selbsthilfe. Der täglich angeforderte Einsatz unserer Sozialarbeiterin Janine Scherer, in Gänze finanziert durch die Stadt Bonn, bestätigt den sehr hohen Bedarf unseres Klientels. Janine Scherer hat gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern einen sehr informativen Flyer zu diesem Thema erstellt.
Das Jahr 2009 stand ganz im Zeichen von Louis Braille, dem Erfinder der Blindenschrift. Anlass war der zweihundertste Geburtstag des Franzosen. Es fanden nachfolgend aufgeführte Veranstaltungen zur "Tour de Braille" im Vereinsgebiet statt:
Aktiv leben, aktiv sein in Siegburg
Am Vormittag des 04.04. trafen sich im rahmen dieser Veranstaltung in der Rhein-Sieg-Halle Anne und Günter Wingender, Roswita Michels und Heinrich Erk, um den dortigen Besuchern die Brailleschrift näher zu bringen. Sie hatten Tafel, Steno- und Bogenmaschine, sowie diverse Zeitschriften in Brailleschrift zur praktischen Demonstration mitgebracht.
Infostand und Lesungen in Bonn
In der Zentralbibliothek der Stadtbibliothek am Bottlerplatz fand am 29.04. eine Informationsveranstaltung statt, die unter Anderem von Frau Jakob und Herrn Schild von der Stadt Bonn besucht wurde. Der Informationsstand wurde zunächst durch Janine Scherer und Manuela Landsberg, anschließend durch Jutta und Hugo Ueberberg betreut. Folgende Vereinsmitglieder wirkten mit, um im Jubiläumsjahr des Louis Braille den Umgang mit dessen Schrift durch etwa halbstündiges Vorlesen kurzer Geschichten zu demonstrieren: Trudi Kählke-Bach und Karl Loosen, Inge Schäfer und Otto Cohrs, Monika Spangenberg und Michael Plarre. An der ersten Lesung nahmen 12, an der zweiten 10 und an der dritten Lesung leider nur noch 6 interessierte Zuhörer teil. Während dieses Tages besuchten etwa 25 Personen aus eigenen Reihen und etwa 55 Fremdpersonen den Infostand des BSV. Der Zuspruch wird durch den Vereinsvorstand positiv beurteilt. Die Gründe für das rege Interesse resultieren auch daraus, dass diese Aktion sowohl im Generalanzeiger,
als auch tags zuvor im Radio - Sender Bonn/Rhein-Sieg - angekündigt wurde.
Benefizveranstaltung - Festempfang
Der Einladung des BSV zu der Veranstaltung am 24.06. ins GHH folgten einige prominente Personen aus Politik, Öffentlichkeit und Verwaltung, mit denen der Verein zusammenarbeitet. Als Einstieg wurde ein Film über Louis Braille gezeigt. Nach den anschließenden Grußworten von Robert Landsberg und Herrn Bürgermeister Horst Naaß wurde eine Geschichte von Larissa Tepelmann, anschließend ein Rollenspiel in Brailleschrift mit dem Titel "Was so ein Würfel alles kann", das unser Vereinsmitglied Anneliese Useldinger geschrieben hat, durch unsere Mitglieder Heinrich Erk, Heide Bournot, Monika Spangenberg, sowie Klaudia und Michael Plarre vorgelesen. Diese Lesungen hoben auf beeindruckende Art und Weise den Stellenwert der Punktschrift hervor. An dieser Veranstaltung nahmen etwa 35 bis 40 Personen teil. Der OB-Kandidat der CDU, Herr Dürig, war während dieser Veranstaltung im GHH anwesend. Der OB-Kandidat der SPD, Herr Nimptsch, konnte nicht teilnehmen, hatte dem BSV jedoch später, am 06.08. im Vereinsbüro einen Besuch abgestattet. Dort traf er mit einigen unserer Vorstandsmitglieder zusammen.
Der BSV Bonn/Rhein-Sieg e. V. ist im Zusammenhang mit der "Tour-de-Braille" besonders stolz auf sein 13-jähriges Mitglied Larissa Tepelmann, die in Leipzig den vom DBSV durchgeführten, deutschlandweiten Punktschrift-Lesewettbewerb in ihrer Altersstufe gewonnen hat. Vorab hatte sie sich in Nordrhein-Westfalen qualifiziert. An dieser Stelle gratulieren wir ihr hierfür ganz herzlich.
Louis Braille Festival – Fest der Begegnung
Das Highlight der Tour de Braille war der Ausflug einiger Personen unseres Vereins nach Hannover vom 28. bis 30.08.2009 zur dortigen Abschlussveranstaltung, dem "Fest der Begegnung". Es fuhren 28 Personen mit dem Bus, gemietet durch den Verein und noch einige Mitglieder mit dem Zug zum DBSV-Festival. Dies war ein rundum gelungenes Fest. Das Angebot reichte vom Musical, über Lesungen und Konzerte, dem "Markt der Möglichkeiten", bis zu "Spiele ohne Grenzen", wofür die Teilnehmer des Vereins mannschaftskennzeichnende T-Shirts trugen.
Die Öffentlichkeitsarbeit des BSV wurde durch Teilnahme an Projektgruppen in verschiedenen Schulen komplettiert. Auch Mitglieder, die nicht dem Vorstand angehören, waren hier stets bereit, mitzuwirken.
In seiner Jahresplanung ist der Vorstand bemüht, die Interessen der Vereinsmitglieder zu berücksichtigen. Das erste Vereinsangebot war der Besuch der Ausstellung "Buddhistisches Erbe" in der Bundeskunsthalle in Bonn am 09.01.2009. 12 Personen haben teilgenommen, einige Objekte konnten angefasst werden. Die Zeit insgesamt war zu kurz, sodass nicht alles Vorgesehne auch tatsächlich besichtigt werden konnte.
Die Teilnahme einiger Mitglieder an den Karnevalssitzungen im Gustav-Heinemann-Haus in Bonn und im Ostermannsaal der Satorysäle in Köln, prägten die närrische Zeit des vergangenen Jahres.
Der Besuch der Jahreshauptversammlung am 13.03. im Rathaus Bonn-Beuel mit nur 30 ordentlichen, 2 Ehren- und 2 fördernden Mitgliedern, stellte einen Minusrekord dar. Den Anwesenden wurde der Geschäftsbericht, die Statistik und der Kassenbericht 2008, sowie der Wirtschaftsplan 2009 zur Kenntnis gegeben.
Einige unserer Mitglieder besuchten die größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel in Deutschland "SightCity Frankfurt", die vom 13. bis 15.05. im Hotel Sheraton, Airport Frankfurt, stattfand.
Die Sitzung des Verwaltungsrates des BSVN am 16.05. in Düsseldorf, an der Manuela und Robert Landsberg und Günter Wingender teilgenommen hatten, brachte drei wichtige Ergebnisse:
Die Beitragserhöhung um 12 Euro bereits in diesem Jahr, konnte von Robert Landsberg erfolgreich abgewendet werden, da sie satzungsgemäß nicht zulässig und der Betrag von 12 Euro zu hoch ist. Beschlossen wurde dann eine Erhöhung des Jahresbeitrags um 8 Euro ab dem Jahr 2011.
Die Gründung einer Fachgruppe "Augenkrankheiten" innerhalb des BSVN wurde mehrheitlich abgelehnt.
Manuela Landsberg wurde bei einer notwendig gewordenen Nachwahl als Beisitzern in den Vorstand des BSVN gewählt.
Zum Seniorennachmittag in der Waldau am 19.05. haben sich 29 Interessenten eingefunden. Es wurden intensive Gespräche geführt. Vom Vorstand nahmen Manuela Landsberg und Winfried Wagener teil. Unsere Mitarbeiterin Janine Scherer war zur Beratung von Mitgliedern ebenfalls anwesend. Besonders zu erwähnen ist, dass durch einen Fahrdienst ermöglicht wurde, dass zwei Mitglieder unseres Vereins, die im Heim leben und auf den Rollstuhl angewiesen sind, an dieser Veranstaltung teilnehmen konnten.
Im Rahmen der Veranstaltung "Wir sehen weiter" am bundesweiten Sehbehindertentag am 06.06. gab es in der Buchhandlung Bouvier in Bonn von 10.00 bis 15.00 Uhr einen Infostand mit Beratung, der von unseren Mitgliedern, Ina Jonas und Antje Juchim, die beide das Zertifikat als Beraterin "Wir sehen weiter" erworben haben, sowie von Manuela Landsberg betreut wurde. Als Augenoptiker stellte Herr Cornette sein Wissen zur Verfügung.
Das Kleine Grillfest am 10.06. im Innenhof des GHH war mit 85 Teilnehmern richtig gut besucht. Das Wetter war zwar nicht schön, hatte aber keine negative Auswirkung auf die Stimmung.
Am 18.06. feierte das Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum für blinde und sehbehinderte, sowie mehrfachbehinderte Menschen in Meerbusch seinen 10. Geburtstag im Rahmen eines "Tages der Offenen Tür". Teilgenommen haben hieran vom BSV einige Vorstandsmitglieder zusammen mit Janine Scherer.
Den Informationsstand auf dem Münsterplatz am "Tag der Bonner Altenhilfe" am 19.06. besetzten Manuela Landsberg und Rolf Schumacher vom Vorstand, sowie Janine Scherer als Mitarbeiterin des Vereins. Auch hier gab es einen großen Ansturm von Hilfesuchenden, wie z. B. Eltern, die eine Beratung für ihr sehbehindertes Kind brauchten (Fragen zu Schulungsmöglichkeiten), alleinstehenden Betroffenen, die den Erfahrungsaustausch suchten und vielen Anderen.
An der Wanderung am 20.06. an der Siegaue nahmen 11 Personen teil. Die Organisation und Auswahl der Strecke durch Dieter Brenner wurde mit gut bewertet und hat allen Mitwandernden wieder einmal gefallen.
Von der Bonner Polizei (Herrn Klaus) und Vertretern der Stadtwerke Bonn, wurde dem BSV für Juli 2009 das Projekt "Mobil bleiben - Sicher ankommen" mit folgendem Ablauf angeboten:
Der Ablauf beim Großen Grillfest am 15.08. auf dem Grillplatz der Waldfreunde in Bonn-Duisdorf verlief dank unserer sehr emsigen Helfer, wie Jutta Ueberberg, Malte Teichmann und Sophia Kaschinski, Hildegard und Hans-Dieter Mülln, Anne Goldscheid und Lothar Hollerith, Janine Scherer und Holger Barwinsky, Ferdi Schäfer und Claudia Tepelmann sehr reibungslos. An dieser Stelle allen Helfern großen Dank. Bei Würstchen, Steaks, Getränken sowie zum ersten Mal Crepes, tummelten sich 98 Personen auf dem Grillplatz. Recht unterhaltsam war auch die Teilnahme eines Drehorgelspielers und die Möglichkeit, selbst einmal zu drehen und damit Musik zu machen.
Die Wanderung am 22.08. rund um Buschhoven war recht erfolgreich, es liefen 10 Personen mit. Der Veranstalter Hans Bunert mahnt für die Zukunft das Tragen von festem Schuhwerk an. Dies gewährleistet eine sichere und angenehme Wanderung.
Der Busausflug nach Xanten am 19.09. war auch ein Volltreffer. Es nahmen insgesamt 40 Personen daran teil. Erika Heck und Winfried Wagener hatten ein sehr schönes Programm organisiert. Es begann mit 2 Führungen in 2 Gruppen. Beim Mittagessen auf alt Römisch, in der dazu gehörigen Kleidung wurde aus dem Leben der alten Römer berichtet. Jeder der Mitfahrer bekam eine Person zugewiesen. Das Essen war dann auch echt römisch, aber schmackhaft. Alle waren mit dem Ablauf sehr zufrieden.
Im Rahmen des Technikerstammtisches, der einmal im Monat im GHH Bonn-Tannenbusch stattfindet, war am 06.10. das "Büro für Barrierefreie Bildung" aus Herne zu Besuch, welches uns an diesem Tag einige Hilfsmittel vorstellte. Dies waren im Einzelnen: Handy-Modelle mit integrierten Lese- und Navigationssystemen und ein sehr guter Scanner. Insgesamt nahmen 20 bis 25 Personen teil.
Den Informationstand des BSV bei der Messe "Vital und Aktiv" am 10. und 11.10. in der Beethovenhalle in Bonn besetzten Rolf Schumacher, Winfried Wagener, Manuela Landsberg und Janine Scherer. Insgesamt besuchten rund 150 Menschen den Stand. Viele, die selbst betroffen sind oder einen sehbehinderten Angehörigen/Bekannten im näheren Umfeld haben, wurden beraten.
An einer Domführung in Köln am 14.10., die vom Dombauverein Köln angeboten wurde, nahmen in Begleitung von Jutta Ueberberg 11 Personen unseres Vereins teil. Diese Führung war sehr informativ, denn sie beinhaltete einen Rückblick auf die Geschichte des Doms. Außerdem konnten viele Schätze im Inneren, sowie die Gesamtarchitektur dieses gotischen Bauwerks begriffen werden.
Die Mitgliederversammlung des BSV fand am 16.10. ab 16.00 Uhr im Gustav-Heinemann-Haus statt. Von dem Angebot, sich bereits eineinhalb Stunden vorher zu Kaffee und Kuchen zu treffen, um sich auszutauschen und zu plaudern, wurde reger Gebrauch gemacht. Während der Versammlung selbst gab es dann allerdings keinen Ausschank, weshalb die Versammlung zügig durchgeführt werden konnte. Anwesend waren 1 Ehrenmitglied, 35 ordentliche und 2 fördernde Mitglieder. Frau Diener vom Betreuungsverein des Diakonischen Werks referierte über das Thema "Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen" sowie "Patientenverfügung" sehr anschaulich. Die Zeit verging recht schnell, da das Thema auf großes Interesse stieß. Der dritte Punkt "Patientenverfügung" fand aus Zeitgründen leider keine Berücksichtigung mehr. Das Angebot zur Bestellung einer CD über dieses Referat wurde von einigen Mitgliedern in Anspruch genommen.
Die Info-Veranstaltung des BSV am Sonntag, 18.10. in der Bahnhofsgaststätte "Salopp" im Bahnhofsgebäude Siegburg wurde etwa von 30 bis 35 Interessenten besucht. Eine Augenärztin, die ebenfalls ihre Mitwirkung zugesagt hatte, war ohne Absage leider nicht erschienen. Ansonsten war nach Aussage von Günter Wingender diese Veranstaltung ein Erfolg. Ina Jonas, Manuela Landsberg und Janine Scherer standen ihm für die Beratung der Interessenten zur Seite.
Dagegen war der Besuch bei der Info-Veranstaltung am Montag, 09.11.in den Räumen der AOK in Bonn mit nur 22 Interessenten nicht sehr zahlreich. Dafür waren an diesem Tag aber zwei Augenärzte anwesend. Vom BSV nahmen Manuela Landsberg, Janine Scherer, Rolf Schumacher und Winfried Wagener sowie unsere künftige Sozialarbeiterin, Michaela Sagert, teil. Nach Meinung der drei anwesenden Vorstandsmitglieder wurden sowohl die Ausstellung des Optikers Cornette als auch der Firma Perpetuum-Mobile wieder recht gut angenommen.
Der Vereinsvorsitzende Robert Landsberg vertrat den BSV bei der Verwaltungsratssitzung des BSV Nordrhein vom 06. bis 08.11.2009 in Bad Meinberg. Schwerpunktthemen waren die Erläuterungen zur Vorstellung des Integrationsfachdienstes und die Beitragserhöhung des Verbandes. Es gibt Vorschläge zur Gründung eines runden Tisches zum Thema: Finanzsituation des Verbandes. Auch unser Verein wird sich mit einem eigenen Vorschlagskonzept beteiligen.
Den Abschluss der Veranstaltungen bildete die erste gemeinsame Weihnachtsfeier des BSV Bonn/Rhein-Sieg e.V., die am 12.12. in der Stadthalle Bad Godesberg begangen wurde. In den Jahren zuvor wurden zwei getrennte Weihnachtsfeiern durchgeführt, eine in Siegburg und die andere in Bonn. Um den Mitgliedern aus dem Rhein-Sieg-Kreis die Teilnahme zu erleichtern, haben wir einen Shuttle-Bus organisiert. Es trafen sich insgesamt 125 Mitglieder und ihre Begleitpersonen. Das Programm wurde aus den eigenen Reihen gestaltet. Es wurde die Geschichte zum Gedenken Louis Brailles gelesen, die von Anneliese Useldinger verfasst wurde. Es lasen Larissa Tepelmann, Heinrich Erk, Monika Spannenberg, Michael und Klaudia Plarre. Untermalt wurde die Lesung von Robert Landsberg am Akkordeon. Peter Kapustin, Bewohner aus der Lebenshilfe, trug ein Gedicht vor, welches die Veranstaltung abrundete. Robert Landsberg dankte den anwesenden Mitarbeiterinnen für ihren Einsatz. Gleichzeitig verabschiedete er Janine Scherer, die zum Ende des Jahres den Verein wegen privater Lebensumstände verlassen wird. Er stellte Michaela Sagert als ihre Nachfolgerin vor.
Innerhalb des Blinden- und Sehbehindertenvereins trafen sich im Berichtsjahr verschiedene Freizeitgruppen, wie die beiden Kegelgruppen alle 14 Tage, die Gruppe der Schützen jeden dritten Montag des Monats beim Schützenverein St. Servatius in Siegburg, die Gymnastikgruppe für Frauen jeden Montag, die Schwimmgruppe und Besucher der Teestube jeden Mittwoch, beide im Gustav-Heinemann-Haus.
Stammtische fanden monatlich in Bad Godesberg, in Siegburg und in Poppelsdorf statt. Technisch Interessierte hatten die Möglichkeit, Erfahrungen am monatlich im GHH durchgeführten Technikerstammtisch auszutauschen.
Jeweils einmal im Quartal trafen sich Interessierte Museumsbesucher im Akademischen Kunstmuseum. Einige unserer Mitglieder waren und sind aktiv im Blinden- und Sehbehinderten-Sportverein Bonn/Erftkreis, im Blinden-Schachclub Köln/Bonn und im Handarbeitskreis des Gustav-Heinemann-Hauses.
An den Veranstaltungen der Fachgruppen "Führhunde, Umwelt und Verkehr, Büroberufe, Jugendgruppe, Selbstständige Lebensführung (hier zum Beispiel das Singwochenende), sowie am "Bad Meinberger Treff", dem Rechtsseminar, und einigen Skatveranstaltungen in Bad Meinberg, beteiligten sich viele unserer Mitglieder.
Die Mitglieder unseres Vereins werden durch Rundschreiben regelmäßig über wichtige Ereignisse aus dem Vereinsleben und über alle Themen, die die Blindheit und/oder Sehbehinderung betreffen, informiert.
Seit nunmehr gut 14 Jahren hört man alle Aktivitäten sowie Hinweise zu Störungen im öffentlichen Nahverkehr über das wöchentlich aktualisierte Informationssystem unter der Telefonnummer 0228 / 69 22 01. Redaktionell und technisch wird dieser Service ausschließlich von Robert Landsberg betreut, einschließlich der Aufsprache.
Da der Verein mit der Zeit geht, nutzen viele die Möglichkeit, durch den E-Mail-Verteiler auf dem Laufenden zu bleiben. Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass der BSV Bonn unter http://www.BSV-Bonn.de im Internet zu finden ist. Besonders sei in diesem Zusammenhang den Herren Tim Nickel und Hugo Ueberberg gedankt, die unsere Webseite betreuen und pflegen, damit diese stets aktuell und informativ bleibt.
An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bei unseren Förderern, dem gesamtem Vorstand, bei den aktiven Mitgliedern, ihren Angehörigen und Freunden, die jederzeit bereit sind, bei Veranstaltungen mitzuwirken, und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und somit ein aktives Vereinsleben garantieren, herzlich bedanken. Es ist schön, dass wir hier im Raum Bonn, im Rhein-Sieg-Kreis und in Euskirchen eine solch rege Vereinsarbeit betreiben, die wir nur Dank Ihrer engagierten Mitwirkung so weiterführen können.
Den Kommunen sei dafür Dank gesagt, dass sie den Verein finanziell unterstützen und somit gewährleistet werden kann, dass die vielfältigen Aufgaben erfüllt werden können, da die Spendenbereitschaft in den letzten Jahren immer mehr zurückgegangen ist.
Bonn, 25. Januar 2010
Robert Landsberg